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<title>Fürst</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Fürst</span></h1>
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<p><b>Fürst</b> und <b>Fürstin</b> sind sowohl allgemeine Herrscherbezeichnungen im Sinne eines Oberbegriffs für regierende <a href="Monarchie" title="Monarchie">Monarchen</a> als auch speziell verliehene <a href="Adelstitel" title="Adelstitel">Adelstitel</a> (Rangtitel). Die Träger der Letzteren können als „Landesfürsten“ Herrscher eines souveränen <a href="F%C3%BCrstentum" title="Fürstentum">Fürstentums</a> (wie <a href="Liechtenstein" title="Liechtenstein">Liechtenstein</a> oder <a href="Monaco" title="Monaco">Monaco</a>) sein oder auch <a href="Adel" title="Adel">Adlige</a> im Fürstenrang ohne Herrscherstellung. In den meisten Fällen sind Fürstentitel <a href="Erstgeburtstitel" title="Erstgeburtstitel">Erstgeburtstitel</a>. Fürstenhäuser gehören zum <a href="Hoher_Adel" title="Hoher Adel">Hochadel</a>.
</p><p>Im <a href="Heiliges_R%C3%B6misches_Reich" title="Heiliges Römisches Reich">Heiligen Römischen Reich</a> waren die <a href="Reichsf%C3%BCrst" title="Reichsfürst">Reichsfürsten</a> die Regenten <a href="Reichsunmittelbarkeit" title="Reichsunmittelbarkeit">reichsunmittelbarer</a> Fürstentümer. Die Erhebung in den Fürstenstand wurde „<a href="Nobilitierung#Adelserhöhung" title="Nobilitierung">Fürstung</a>“ genannt und durch den <a href="R%C3%B6misch-deutscher_Kaiser" title="Römisch-deutscher Kaiser">römisch-deutschen Kaiser</a> vorgenommen.
</p><p>Der Begriff wird auch zur Kennzeichnung fürstenähnlicher Positionen <i>(Stammesfürsten)</i> in früheren Epochen oder in anderen Erdteilen verwendet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Wortherkunft">Wortherkunft</h2></div>
<p>Das Wort „Fürst“ stammt vom <a href="Althochdeutsche_Sprache" title="Althochdeutsche Sprache">althochdeutschen</a> <i>furisto</i> „der Erste, der Vorderste, der Führende“, das auch die Grundlage für ähnliche Bezeichnungen in anderen germanischen Sprachen bildet: <a href="Englische_Sprache" title="Englische Sprache">englisch</a> <i>first</i> „als erstes, Erster“, <a href="Niederl%C3%A4ndische_Sprache" title="Niederländische Sprache">niederländisch</a> <i>Vorst</i>, <a href="D%C3%A4nische_Sprache" title="Dänische Sprache">dänisch</a> und <a href="Norwegische_Sprache" title="Norwegische Sprache">norwegisch</a> <i>fyrste</i> sowie <a href="Schwedische_Sprache" title="Schwedische Sprache">schwedisch</a> <i>furste</i>. Die dem <a href="Adelstitel" title="Adelstitel">Adelstitel</a> des Fürsten entsprechende <a href="Latein" title="Latein">lateinische</a> Vorform <i><a href="Princeps" title="Princeps">princeps</a></i> („der Erste, Führer“) findet sich noch im deutschen „<a href="Prinz" title="Prinz">Prinz, Prinzessin</a>“ und dem englischen <i>prince, princess</i> sowie <i>principality</i> für ein Fürstentum (beispielsweise <i><a href="Liechtenstein" title="Liechtenstein">Principality of Liechtenstein</a></i>). Der Titel <i><a href="Prince_of_Wales#Übersetzung_des_Titels" title="Prince of Wales">Prince of Wales</a></i> für den <a href="Kronprinz" title="Kronprinz">Thronfolger</a> der <a href="Britische_Monarchie" title="Britische Monarchie">britischen Monarchie</a> kann zutreffend als „Fürst von Wales“ übersetzt werden, der Titel "Fürst von Asturien" ist die Übersetzung für den spanischen Thronfolgertitel <i>(Príncipe de Asturias)</i>. Vergleichbare Herrschertitel in anderen Sprachen werden teilweise als <i>Fürst</i> ins Deutsche übersetzt, beispielsweise das <a href="Slawische_Sprachen" title="Slawische Sprachen">slawischsprachige</a> <i><a href="Knes" title="Knes">Knes</a></i>. Auch das <a href="Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">französische</a> <i>principauté</i> steht für „Fürstentum“, etwa bei der Bezeichnung <i><a href="Monaco" title="Monaco">Principauté de Monaco</a></i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Wortbedeutung">Wortbedeutung</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Oberbegriff">Oberbegriff</h3></div>
<p>„Fürsten“ <i>im weiteren Sinne</i> ist eine <a href="Kollektivum" title="Kollektivum">Sammelbezeichnung</a> für die wichtigsten Herrschaftsträger wie <a href="Kaiser" title="Kaiser">Kaiser</a>, <a href="K%C3%B6nig" title="König">Könige</a>, <a href="Herzog" title="Herzog">Herzöge</a> sowie <a href="Landgraf" title="Landgraf">Land-</a>, <a href="Markgraf" title="Markgraf">Mark-</a> und <a href="Pfalzgraf" title="Pfalzgraf">Pfalzgrafen</a> und sogenannte „<a href="Nobilitierung#Adelserhöhung" title="Nobilitierung">gefürstete</a>“ <a href="Graf" title="Graf">Grafen</a> (die regierenden <a href="Reichsgraf" title="Reichsgraf">Reichsgrafen</a> im Heiligen Römischen Reich). Die Sammelbezeichnung „Fürsten“ wird meist im Plural verwendet und ist im Heiligen Römischen Reich seit dem <a href="Hochmittelalter" title="Hochmittelalter">Hochmittelalter</a> (ab Mitte des 13. Jahrhunderts) für die Regenten von <a href="Territorialisierung" title="Territorialisierung">Territorien</a> des Reiches üblich, die als <a href="Fahnlehen" title="Fahnlehen">Fahnlehen</a> direkt vom Reichsoberhaupt zu <a href="Lehnswesen" title="Lehnswesen">Lehen</a> gingen (<a href="Reichsunmittelbarkeit" title="Reichsunmittelbarkeit">Reichsunmittelbarkeit</a>) und (anders als bei den <a href="Reichsritter" title="Reichsritter">Reichsrittern</a>) eine bestimmte Größe (mit eigener, „fürstenmäßiger“ Landesverwaltung) aufwiesen.
</p><p>Im weiteren Sinne wird die Bezeichnung <i>Fürst</i> auch für selbstständige Herrscher in außereuropäischen <a href="Kulturvergleichende_Sozialforschung#Der_Kulturbegriff" title="Kulturvergleichende Sozialforschung">Kulturen</a> verwendet, auch um die Bezeichnung <i>König</i> und die damit verbundene Machtbedeutung zu vermeiden. Ähnlich wie die Bezeichnung <i><a href="H%C3%A4uptling" title="Häuptling">Häuptling</a></i> übertrugen die europäischen Entdecker und <a href="Kolonisation" title="Kolonisation">Kolonisatoren</a> <i>Fürst</i> und <i>Fürstentum</i> auf reale oder vermeintliche Anführer und Herrschaftsgebiete anderer Völker oder übersetzten deren Eigenbezeichnung als „Fürst“. Als „<a href="F%C3%BCrstenstaat" title="Fürstenstaat">Fürstenstaaten</a>“ <i>(Princely States)</i> werden in <a href="Indien" title="Indien">Indien</a> etwa die von einem einheimischen Fürsten (<a href="Maharadscha" title="Maharadscha">Maharadscha</a>, eigentlich „Großkönig“) regierten Staaten unter britischer <a href="Suzer%C3%A4nit%C3%A4t" title="Suzeränität">Oberhoheit</a> bezeichnet.
</p><p>In ähnlicher Weise wird die Bezeichnung auch für <i>Stammesfürsten</i> oder regionale Machthaber früherer Epochen verwendet; sie werden alternativ auch als „Kleinkönige“ bezeichnet. Beispielsweise werden große <a href="Kelten" title="Kelten">keltische</a> Grabstätten als „<a href="F%C3%BCrstengrab" title="Fürstengrab">Fürstengrab</a>“ bezeichnet, auch wenn keine schriftlichen Quellen zur damaligen Herrschaftsstruktur vorliegen.
</p><p><a href="Umgangssprache" title="Umgangssprache">Umgangssprachlich</a> oder ironisch werden Regierungschefs von <a href="Land_(Deutschland)" title="Land (Deutschland)">Bundesländern</a> bisweilen als „Landesfürsten“ bezeichnet.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Adels-_und_Rangtitel">Adels- und Rangtitel</h3></div>
<p>Im <i>engeren Sinne</i> ist der Fürstentitel ein konkreter <a href="Adelstitel" title="Adelstitel">Adelstitel</a> (oder Rangtitel), der seit dem <a href="Sp%C3%A4tmittelalter" title="Spätmittelalter">Spätmittelalter</a> verliehen wird. Rangmäßig stehen die Fürsten über den <a href="Graf" title="Graf">Grafen</a> und <a href="Markgraf" title="Markgraf">Markgrafen</a> sowie den nichtköniglichen Prinzen (jüngeren Angehörigen von Fürstenhäusern), jedoch unter dem <a href="Herzog" title="Herzog">Herzog</a> und dem königlichen Prinzen.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Rangtitel ist nicht notwendigerweise an ein Herrschaftsgebiet gebunden. Dabei ist er in der Regel dem Erstgeborenen verliehen („primogen“ oder „in Primogenitur“, also als <a href="Erstgeburtstitel" title="Erstgeburtstitel">Erstgeburtstitel</a>); der Erbe, soweit er dynastisch nicht mehr durch die Geburt eines anderen Erben verdrängt werden kann, führt den Titel <i>Erbprinz</i> oder <i>Erbgraf</i>, die Nachgeborenen die Titel <i>Prinz/Prinzessin</i> oder <i>Graf/Gräfin</i> (je nach Verleihung). Es kamen aber (selten) auch Verleihungen <i>ad personam</i> (also nicht-erbliche) vor.
</p><p>Viele hochadlige Geschlechter des Alten Reiches teilten ihre Territorien unter ihren diversen Linien auf, bisweilen erwarben manche Linien auch neue Gebiete durch Erbschaft, sodass nicht selten ein und dasselbe Geschlecht mehrere regierende Linien, versehen mit entsprechenden fürstlichen Erstgeburtstiteln, hervorbrachte (so etwa die <a href="Grafschaft_Bentheim" title="Grafschaft Bentheim">Bentheim</a>, <a href="Fugger_von_der_Lilie" title="Fugger von der Lilie">Fugger</a>, <a href="Hohenlohe_(Adelsgeschlecht)" title="Hohenlohe (Adelsgeschlecht)">Hohenlohe</a>, <a href="L%C3%B6wenstein-Wertheim" title="Löwenstein-Wertheim">Löwenstein-Wertheim</a>, <a href="Oettingen_(fr%C3%A4nkisch-schw%C3%A4bisches_Adelsgeschlecht)" title="Oettingen (fränkisch-schwäbisches Adelsgeschlecht)">Oettingen</a>, <a href="Salm_(Adelsgeschlecht)" title="Salm (Adelsgeschlecht)">Salm</a>, <a href="Sayn-Wittgenstein" title="Sayn-Wittgenstein">Sayn-Wittgenstein</a>, <a href="Solms_(Adelsgeschlecht)" title="Solms (Adelsgeschlecht)">Solms</a>, <a href="Stolberg_(Adelsgeschlecht)" title="Stolberg (Adelsgeschlecht)">Stolberg</a> oder <a href="Haus_Waldburg" title="Haus Waldburg">Waldburg</a>).
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Wortableitungen">Wortableitungen</h3></div>
<p>Vom Titel <i>Fürst</i> abgeleitet sind auch die folgenden Bezeichnungen:
</p>
<ul><li><a href="Patronatsloge" title="Patronatsloge">Fürstenstuhl</a>: ein gesonderter Raum in christlichen Kirchen für adlige Grundherren (Patronatsloge)</li>
<li><a href="Proszenium" title="Proszenium">Fürstenloge</a>: ein gesonderter Raum in Theatern (Proszenium)</li>
<li><a href="F%C3%BCrstenbahnhof" title="Fürstenbahnhof">Fürstenzimmer, Fürstenbahnhof</a>: gesonderte Empfangsanlagen bei Eisenbahnen für hochstehende Persönlichkeiten</li>
<li>Fürstenhaus: Familie eines Herrschers (fürstliches Haus, siehe auch <a href="Dynastie" title="Dynastie">Dynastie</a>), sowie Bezeichnung verschiedener historischer Repräsentationsgebäude</li>
<li><a href="F%C3%BCrstenhof" title="Fürstenhof">Fürstenhof</a>: der Wohnsitz, der Verwaltungsapparat oder das soziale Umfeld eines Fürsten (siehe auch <a href="Hofstaat" title="Hofstaat">Hofstaat</a>)</li>
<li>Fürstensitz: beispielsweise ein fürstlicher <a href="Palast" title="Palast">Palast</a> oder eine fürstliche <a href="Residenzstadt" title="Residenzstadt">Residenzstadt</a></li>
<li><a href="F%C3%BCrstengruft" title="Fürstengruft">Fürstengruft</a>: Grablege für verstorbene Mitglieder eines (ehemaligen) Fürstenhauses in Form einer Krypta oder eines Chorgewölbes</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rechts-_und_Rangstellung">Rechts- und Rangstellung</h2></div>
<p>Im <a href="Heiliges_R%C3%B6misches_Reich" title="Heiliges Römisches Reich">Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation</a> war „Fürst“ ab dem 10. Jahrhundert zunächst eine allgemeine Bezeichnung für hohe adlige <a href="Lehnswesen" title="Lehnswesen">Lehnsträger</a>. Zum <a href="Reichsf%C3%BCrst" title="Reichsfürst">Reichsfürstenstand</a> zählten im <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalter</a> Herzöge sowie Land-, Mark- und Pfalzgrafen (siehe <a href="Hoher_Adel" title="Hoher Adel">Hoher Adel</a>). Spätestens seit der Zeit wurde der <a href="Ostfrankenreich" title="Ostfrankenreich">ostfränkische</a> oder deutsche König von den Großen des Reiches gewählt, seit 1356 (<a href="Goldene_Bulle" title="Goldene Bulle">Goldene Bulle</a>) von den sieben <a href="Kurf%C3%BCrst" title="Kurfürst">Kurfürsten</a>.
</p><p>Die <a href="Adelspr%C3%A4dikat" title="Adelsprädikat">offizielle Anrede</a> eines Fürsten oder einer Fürstin ist <i><a href="Durchlaucht" title="Durchlaucht">Durchlaucht</a></i>, wie es etwa im <a href="Liechtenstein" title="Liechtenstein">Fürstentum Liechtenstein</a> noch allgemein üblich ist. Andernorts wird sie meist nur noch bei der Begrüßung in Ansprachen oder im Briefverkehr als Abkürzung S.D. (bzw. I.D.) über dem Namen als <a href="H%C3%B6flichkeitsform" title="Höflichkeitsform">Höflichkeitsbezeugung</a> verwendet (während man einen Fürsten mündlich einfach als <i>Fürst</i> oder etwa als <i>Fürst Löwenstein</i> anspricht).
</p><p>Mit dem Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806 wurden einige deutsche Fürsten <a href="Souver%C3%A4n" title="Souverän">souveräne</a> Herrscher ihres Landes; im <i><a href="Gothaischer_Hofkalender" title="Gothaischer Hofkalender">Gothaischen Hofkalender</a></i> wurden sie neben den Königen und Großherzögen in der <i>Ersten Abteilung</i> aufgeführt. Die meisten anderen Fürsten, deren <a href="Territorium" title="Territorium">Territorien</a> durch <a href="Mediatisierung" title="Mediatisierung">Mediatisierung</a> („Mittelbarmachung“) unter die Herrschaft eines anderen Staates kamen, behielten (oder erhielten) den Fürstentitel als Ehrenprädikat, darunter auch zahlreiche vormals regierende Reichsgrafen (etwa die Adelsfamilie <a href="Castell_(Adelsgeschlecht)" title="Castell (Adelsgeschlecht)">Castell</a>, die bis 1806 die <a href="Grafschaft_Castell" title="Grafschaft Castell">Grafschaft Castell</a> regiert hatte und 1901 in den bayerischen Fürstenstand erhoben wurde). Diese mediatisierten Geschlechter bildeten im <i>Hofkalender</i> die <i>Zweite Abteilung</i> der „fürstlichen Häuser“.
</p><p>Ein deutscher Sonderfall waren die ehemals <a href="Reichsunmittelbarkeit" title="Reichsunmittelbarkeit">reichsunmittelbar</a> regierenden Grafen, die gelegentlich auch als <i><a href="Nobilitierung#Adelserhöhung" title="Nobilitierung">gefürstete</a> Grafen</i> bezeichnet werden und ebenfalls der <i>Zweiten Abteilung</i> angehörten. Sie standen im Rang unter den Fürsten, gehörten aber wie diese zum <a href="Hoher_Adel" title="Hoher Adel">Hochadel</a> und waren ihnen nach der <a href="Deutsche_Bundesakte" title="Deutsche Bundesakte">Deutschen Bundesakte</a> <a href="Ebenb%C3%BCrtigkeit" title="Ebenbürtigkeit">ebenbürtig</a> – anders als die gewöhnlichen, einfachen <i><a href="Titulark%C3%B6nig" title="Titularkönig">Titular-Grafen</a></i>; sie wurden mit „<a href="Erlaucht" title="Erlaucht">Erlaucht</a>“ angeredet. Hinzu kamen einige im 19. Jahrhundert gefürstete Familien, die niemals souverän gewesen waren, wie etwa <a href="Gebhard_Leberecht_von_Bl%C3%BCcher" title="Gebhard Leberecht von Blücher">Blücher</a> als „Fürst von Wahlstatt“, <a href="Otto_von_Bismarck" title="Otto von Bismarck">Bismarck</a>, <a href="Bernhard_von_B%C3%BClow" title="Bernhard von Bülow">Bülow</a> oder <a href="Karl_August_von_Hardenberg" title="Karl August von Hardenberg">Hardenberg</a>,<sup id="cite_ref-Schiller_2003-537_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-Schiller_2003-537-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die neben ausländischen Fürsten in einer <i>Dritten Abteilung</i> zusammengefasst wurden. Somit waren die weitaus meisten Fürsten des <a href="Deutsches_Kaiserreich" title="Deutsches Kaiserreich">Zweiten Deutschen Kaiserreiches</a> keine regierenden <a href="Monarchie" title="Monarchie">Monarchen</a> mehr, wie auch die Fürsten des <a href="%C3%96sterreichischer_Adel" title="Österreichischer Adel">österreichischen Adels</a> im <a href="Kaisertum_%C3%96sterreich" title="Kaisertum Österreich">Kaisertum Österreich</a>. Souveräne deutsche Fürsten führten deshalb bis 1918 den Titel „Regierender Fürst“ (siehe <a href="Hoher_Adel" title="Hoher Adel">Hochadel: Souveräne Häuser Europas</a>).
</p><p>Die Kinder eines Fürsten sind häufig <a href="Prinz" title="Prinz"><i>Prinz</i> oder <i>Prinzessin</i></a> mit der früher <a href="Adelspr%C3%A4dikat" title="Adelsprädikat">offiziellen Anrede</a> „<a href="Durchlaucht" title="Durchlaucht">Durchlaucht</a>“, die heute im nicht offiziellen, gesellschaftlichen Schriftverkehr nur noch als <a href="H%C3%B6flichkeitsform" title="Höflichkeitsform">Höflichkeitsbezeugung</a> bei der Ansprache benutzt wird. Diese Titel übertragen sich auch auf die daraus entstehenden jüngeren <a href="Stammlinie" title="Stammlinie">Stammlinien</a>. Allerdings führen die Nachgeborenen einiger <a href="Mediatisierung" title="Mediatisierung">mediatisierter</a> („mittelbargemachter“) oder erst im Laufe des 19. Jahrhunderts erhobener fürstlicher Häuser den Titel Graf oder Gräfin mit der Anrede „Erlaucht“. In beiden Fällen führt das jeweilige Oberhaupt des Hauses den Fürstentitel als <a href="Erstgeburtstitel" title="Erstgeburtstitel">Erstgeburtstitel</a> mit der Anrede „Durchlaucht“.
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="F%C3%BCrstenkrone" title="Fürstenkrone">Fürstenkrone</a></div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="F%C3%BCrstenhut" title="Fürstenhut">Fürstenhut</a></div>
</li>
</ul>
<p>Ebenfalls Fürstentitel gibt es im <a href="Italienischer_Adel" title="Italienischer Adel">italienischen Adel</a> <i>(principe/principessa)</i>, im <a href="Franz%C3%B6sischer_Adel" title="Französischer Adel">französischen Adel</a> (prince/princesse) und im <a href="Russischer_Adel" title="Russischer Adel">russischen Adel</a> sowie anderen slawischen Regionen <i>(<a href="Knes" title="Knes">Knes</a>)</i>, während im <a href="Spanischer_Adel" class="mw-redirect" title="Spanischer Adel">spanischen</a> und im <a href="Britischer_Adel" title="Britischer Adel">britischen Adel</a> der Fürstentitel − im Unterschied zum Prinzentitel − auf die jeweiligen Thronfolger beschränkt ist: <a href="F%C3%BCrst_von_Wales" class="mw-redirect" title="Fürst von Wales">Fürst von Wales</a> bzw. <a href="F%C3%BCrst_von_Asturien" title="Fürst von Asturien">Fürst von Asturien</a>, den Prinzentitel hingegen führen dort nur die <a href="Agnat" title="Agnat">Agnaten</a> der jeweiligen Königshäuser, die Familien des Hohen Adels hingegen <a href="Herzog" title="Herzog">Herzogstitel</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Heutiger_Gebrauch">Heutiger Gebrauch</h2></div>
<p>Im <a href="Europ%C3%A4ischer_Kulturraum" title="Europäischer Kulturraum">europäischen Kulturraum</a> werden die Kleinstaaten Monaco (<a href="F%C3%BCrst_von_Monaco" title="Fürst von Monaco">Fürst von Monaco</a>) und Liechtenstein (<a href="Landesf%C3%BCrst_(Liechtenstein)" title="Landesfürst (Liechtenstein)">Fürst von Liechtenstein</a>) von Fürsten regiert (<a href="Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">französisch</a> <i>prince souverain</i>). <a href="Andorra" title="Andorra">Andorra</a> ist als <a href="Kof%C3%BCrst_von_Andorra" title="Kofürst von Andorra">Co-Fürstentum</a> zweier Staatsoberhäupter ein einmaliger Sonderfall. Im Vereinigten Königreich (<a href="Prince_of_Wales#Übersetzung_des_Titels" title="Prince of Wales">Fürst von Wales</a>) und in Spanien (<a href="F%C3%BCrst_von_Asturien" title="Fürst von Asturien">Fürst von Asturien</a>) wird der jeweilige <a href="Kronprinz" title="Kronprinz">Kronprinz</a> in der Regel vom Monarchen zum Titular-Fürsten eines Landesteils ernannt, ohne dass dies irgendeine Regierungsgewalt mit sich brächte. Auch in den meisten übrigen europäischen <a href="Monarchie" title="Monarchie">Monarchien</a> wird ein entsprechender Titel von den Chefs nicht regierender Fürstenhäuser noch als Adelstitel geführt.
</p><p>Im Deutschen Reich wurde durch die <a href="Weimarer_Verfassung" title="Weimarer Verfassung">Weimarer Reichsverfassung</a> 1919 zusammen mit der Abschaffung der Standesvorrechte des Adels der ehemalige Titel <i>Prinz</i> oder <i>Prinzessin</i> unveränderlicher Bestandteil des <a href="Familienname" title="Familienname">Familiennamens</a>. Damit entfiel der Titel <i>Fürst</i> oder <i>Fürstin</i>, soweit er durch Erstgeborenen-Nachfolge (<a href="Primogenitur" title="Primogenitur">Primogenitur</a>) weitergegeben wurde. Er wird jedoch heute noch aus Gründen der Tradition vielfach inoffiziell von den Chefs der früheren Fürstenhäuser weitergeführt und gelegentlich auch auf Antrag nach dem <a href="Namensrecht_(Deutschland)" title="Namensrecht (Deutschland)">Gesetz zur Änderung von Familiennamen und Vornamen</a> infolge langjähriger Führung und allgemeiner Anerkennung (Nr. 50 NamÄndVwV) in den Pass übernommen, was jedoch wegen der dann erfolgenden – traditionswidrigen – Übertragung auf sämtliche anschließend geborenen Nachkommen von den ehemaligen Fürstenhäusern meist selbst nicht gewünscht wird. Gegenwärtig betrifft dies 54 deutsche Familien, davon vier auch nach 1806 (meist bis 1918) noch regierende Bundesfürsten: <a href="Hohenzollern-Sigmaringen" title="Hohenzollern-Sigmaringen">Hohenzollern-Sigmaringen</a>, <a href="Waldeck_und_Pyrmont" class="mw-redirect" title="Waldeck und Pyrmont">Waldeck und Pyrmont</a>, <a href="Reu%C3%9F_j%C3%BCngerer_Linie" title="Reuß jüngerer Linie">Reuß</a> und <a href="F%C3%BCrstentum_Schaumburg-Lippe" class="mw-redirect" title="Fürstentum Schaumburg-Lippe">Schaumburg-Lippe</a>.
</p><p>Es gibt zudem Familien, bei denen der Titel „Fürst“ bis heute regulärer Namensbestandteil der früheren Adelsbezeichnung (gemäß Art. 109 Abs. 3 der Weimarer Verfassung) geblieben ist und für jedes Familienmitglied zutrifft, also kein Erstgeburtstitel ist. Für weibliche Personen dieser Familien ist der Familienname in die weibliche Form „Fürstin“ abzuwandeln.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Beispiele dafür sind die Familien <i>Fürst von <a href="Wrede_(bayerisches_Adelsgeschlecht)" title="Wrede (bayerisches Adelsgeschlecht)">Wrede</a></i><sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>, <i>Fürst von <a href="Haus_Urach" title="Haus Urach">Urach</a></i><sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-cw_6-0" class="reference"><a href="#cite_note-cw-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder Familien mit russischen Fürstentiteln (die sich immer auch an die <a href="Agnat" title="Agnat">Agnaten</a> vererbten) wie die <i>Fürsten von <a href="Lieven_(Adelsgeschlecht)" title="Lieven (Adelsgeschlecht)">Lieven</a></i>.
</p><p>Für den <a href="%C3%96sterreichischer_Adel" title="Österreichischer Adel">österreichischen Adel</a>, dem durch das <a href="Adelsaufhebungsgesetz" title="Adelsaufhebungsgesetz">Adelsaufhebungsgesetz</a> von 1919 jede Titelführung untersagt wurde, gilt bezüglich inoffizieller Führung des Erstgeburtstitels <i>Fürst</i> ähnliches wie in Deutschland, mit der Ausnahme, dass sich der „Chef des Hauses“ in der Regel nicht selbst als <i>Fürst</i> bezeichnet, jedoch von anderen, die der Tradition folgen wollen, so bezeichnen lässt.
</p><p>In der <a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a> werden Adelstitel nicht als Bestandteil des Familiennamens anerkannt, Adelsbezeichnungen werden in amtlichen Papieren deshalb auch nicht eingetragen. Hingegen wird das <a href="Adelspr%C3%A4dikat" title="Adelsprädikat">Adelsprädikat</a> „von“ durchaus von den Schweizer Behörden in Personenstandsakten geführt. In Bezug auf die Fürsten hat dies aber keine praktische Bedeutung mehr, da die <a href="Adel#Schweiz" title="Adel">Schweizer Hochadelsgeschlechter</a> reichsfürstlichen Ranges (wie die <a href="Kyburg_(Adelsgeschlecht)" title="Kyburg (Adelsgeschlecht)">Kyburger</a>, <a href="Lenzburg_(Adelsgeschlecht)" title="Lenzburg (Adelsgeschlecht)">Lenzburger</a>, <a href="Rapperswiler" title="Rapperswiler">Rapperswiler</a>, <a href="Toggenburger" title="Toggenburger">Toggenburger</a> oder <a href="Habsburg-Laufenburg" title="Habsburg-Laufenburg">Habsburg-Laufenburger</a>) sämtlich schon im <a href="Sp%C3%A4tmittelalter" title="Spätmittelalter">Spätmittelalter</a> ausgestorben sind.
</p><p>Ein in regelmäßigen Abständen publiziertes <i><a href="Genealogisches_Handbuch_des_Adels" title="Genealogisches Handbuch des Adels">Genealogisches Handbuch des Adels</a></i> setzt in seiner Bandreihe <i>Fürstliche Häuser</i> die <a href="Genealogie" title="Genealogie">genealogische</a> Arbeit des <i><a href="Gothaischer_Hofkalender" title="Gothaischer Hofkalender">Gothaischen Hofkalenders</a></i> fort, wie dieser in drei Abteilungen gegliedert. Das Handbuch gibt Auskunft über Mitglieder des historischen <a href="Deutscher_Adel" title="Deutscher Adel">deutschen Adels</a> sowie über die nach <a href="Hausgesetz" title="Hausgesetz">Hausgesetzen</a> legitimen Chefs der europäischen Fürstenhäuser, die adelsrechtlich berechtigt sind, den Fürstentitel zu führen (einschließlich regierender oder vormals regierender Häuser, mediatisierter Häuser und bloß titulierter Häuser). Der <i><a href="Deutscher_Adelsrechtsausschu%C3%9F" title="Deutscher Adelsrechtsausschuß">Deutsche Adelsrechtsausschuß</a></i> wird in Zweifelsfällen von der Redaktion hinzugezogen und überwacht die Einhaltung des historischen <a href="Adelsrecht" title="Adelsrecht">Adelsrechts</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kirchenfürsten"><span id="Kirchenf.C3.BCrsten"></span>Kirchenfürsten</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Geistliche_Reichsfürsten"><span id="Geistliche_Reichsf.C3.BCrsten"></span>Geistliche Reichsfürsten</h3></div>
<p>Als <i>geistliche Fürsten</i> wurden im <a href="Heiliges_R%C3%B6misches_Reich" title="Heiliges Römisches Reich">Heiligen Römischen Reich</a> hohe Würdenträger der <a href="R%C3%B6misch-katholische_Kirche" title="Römisch-katholische Kirche">katholischen Kirche</a> bezeichnet, insbesondere die drei geistlichen <a href="Kurf%C3%BCrst" title="Kurfürst">Kurfürsten</a>, die <a href="F%C3%BCrstbischof" title="Fürstbischof">Fürstbischöfe</a>, <a href="F%C3%BCrstpropst" title="Fürstpropst">Fürstpröpste</a> und <a href="F%C3%BCrstabt" title="Fürstabt">Fürstäbte</a> sowie der <a href="Hochmeister" title="Hochmeister">Hochmeister</a> des <a href="Deutscher_Orden" title="Deutscher Orden">Deutschen Ordens</a> und der Großmeister des <a href="Souver%C3%A4ner_Malteserorden" title="Souveräner Malteserorden">Johanniterordens</a>, die neben ihrem geistlichen Amt in der Hierarchie der katholischen Kirche (der Verwaltung einer <a href="Abtei" title="Abtei">Abtei</a>, eines <a href="Di%C3%B6zese" title="Diözese">Bistums</a>, <a href="Erzbistum" class="mw-redirect" title="Erzbistum">Erzbistums</a> oder geistlichen <a href="Ritterorden" title="Ritterorden">Ritterordens</a>) zugleich das weltliche Amt eines <a href="Reichsf%C3%BCrst" title="Reichsfürst">Reichsfürsten</a> im Heiligen Römischen Reich ausübten und über Sitz und Stimme im <a href="Reichsf%C3%BCrstenrat" title="Reichsfürstenrat">Reichsfürstenrat</a> verfügten.
</p><p>Räumlich waren diese weltlichen <a href="Territorialisierung" title="Territorialisierung">Territorien</a> selten deckungsgleich mit den gleichnamigen geistlichen <a href="Di%C3%B6zese" title="Diözese">Diözesen</a>. Meist waren die Diözesen um ein Vielfaches größer als die geistlichen Fürstentümer ihrer Bischöfe, in der Regel erstreckten sich die geistlichen Amtsbezirke auch über etliche benachbarte Fürstentümer, Grafschaften oder Klosterherrschaften. Der Zuschnitt sowie die kirchlichen Angelegenheiten der Diözesen richteten sich allein nach <a href="Kirchenrecht" title="Kirchenrecht">Kirchenrecht</a>, während die <a href="Reichsstift" title="Reichsstift">Reichsstifte</a> dem <a href="Heiliges_R%C3%B6misches_Reich#Grundgesetze" title="Heiliges Römisches Reich">Reichsrecht</a> unterstanden. Die Erz- und <a href="Hochstift" title="Hochstift">Hochstifte</a>, wie auch die reichsunmittelbaren Territorien der reichsfreien Klöster, wurden zwar von Würdenträgern der <a href="R%C3%B6misch-katholische_Kirche" title="Römisch-katholische Kirche">römisch-katholischen Kirche</a> regiert, waren aber keine kirchenrechtlichen Institutionen, sondern formal <a href="Zepterlehen" title="Zepterlehen">Zepterlehen</a> des <a href="R%C3%B6misch-deutscher_K%C3%B6nig" title="Römisch-deutscher König">römisch-deutschen Königs</a> an einen bestimmten <a href="Kathedra" title="Kathedra">Prälatenstuhl</a> der Kirche. Die Kirchenfürsten regierten also mit zweifacher Autorität, kirchlicher und weltlicher − und unterlagen dabei zwei ganz unterschiedlichen Rechtssystemen, innerhalb derer sie jeweils dem <a href="Papst" title="Papst">Papst</a> bzw. dem <a href="R%C3%B6misch-deutscher_K%C3%B6nig" title="Römisch-deutscher König">römisch-deutschen König</a> verantwortlich waren.
</p><p>Drei der deutschen <a href="F%C3%BCrstbischof" title="Fürstbischof">Fürsterzbischöfe</a> waren zugleich als <a href="Kurf%C3%BCrst" title="Kurfürst">Kurfürsten</a> zur <a href="Liste_der_Wahlen_der_r%C3%B6misch-deutschen_K%C3%B6nige" title="Liste der Wahlen der römisch-deutschen Könige">Kaiserwahl</a> berechtigt (<a href="Kurmainz" title="Kurmainz">Kurmainz</a>, <a href="Kurk%C3%B6ln" title="Kurköln">Kurköln</a>, <a href="Kurtrier" title="Kurtrier">Kurtrier</a>). Viele der mächtigsten und reichsten Kirchenfürsten regierten am <a href="Rhein" title="Rhein">Rhein</a>, entlang der sogenannten <a href="Pfaffengasse_(Rhein)" title="Pfaffengasse (Rhein)">Pfaffengasse</a>.
</p><p>Nach der Reichsmatrikel von 1521 zählten zu den geistlichen Reichsfürsten – neben den drei geistlichen Kurfürsten – die Erzbischöfe von <a href="Erzstift_Salzburg" title="Erzstift Salzburg">Salzburg</a>, <a href="Erzstift_Magdeburg" title="Erzstift Magdeburg">Magdeburg</a>, <a href="Erzstift_Bremen" class="mw-redirect" title="Erzstift Bremen">Bremen</a> und <a href="Erzstift_Besan%C3%A7on" class="mw-redirect" title="Erzstift Besançon">Besançon</a> (zuvor auch das <a href="Patriarchat_von_Aquileia" title="Patriarchat von Aquileia">Patriarchat von Aquileia</a>), ferner 46 weitere Fürstbischöfe. Hinzu kam eine große Anzahl von Reichsprälaten, die teilweise ebenfalls den Fürstentitel führten (Fürstäbte und Fürstäbtissinnen). Die geistlichen Reichsfürsten verringerten sich bis 1792 auf 33, darunter die drei Kurfürsten, die beiden Fürsterzbischöfe von Salzburg und Besançon, 22 Fürstbischöfe und einige Fürstäbte. Kurz vor der <a href="S%C3%A4kularisation" title="Säkularisation">Säkularisation</a> von 1802/1803 umfassten die reichsunmittelbaren geistlichen Staaten mit Sitz im Reichsfürstenrat noch 25 Erz- und Hochstifte, mehrere Fürstabteien und drei Fürstpropsteien.
</p><p>Seit der <a href="Reformation" title="Reformation">Reformation</a> wurden manche geistlichen Fürstentümer auch von evangelischen Fürstbischöfen regiert, darunter die Erzstifte Magdeburg und Bremen sowie die Hochstifte <a href="Hochstift_L%C3%BCbeck" title="Hochstift Lübeck">Lübeck</a> und <a href="Hochstift_Osnabr%C3%BCck" title="Hochstift Osnabrück">Osnabrück</a>, letzteres seit 1648 zwischen den Konfessionen alternierend besetzt. Andere wie <a href="Bistum_Brandenburg" title="Bistum Brandenburg">Brandenburg</a>, <a href="Hochstift_Halberstadt" title="Hochstift Halberstadt">Halberstadt</a>, <a href="Hochstift_Mei%C3%9Fen" title="Hochstift Meißen">Meißen</a>, <a href="Bistum_Naumburg-Zeitz" title="Bistum Naumburg-Zeitz">Naumburg-Zeitz</a> oder die Bistümer der <a href="Livl%C3%A4ndische_Konf%C3%B6deration" title="Livländische Konföderation">Livländischen Konföderation</a> waren faktisch von weltlichen Nachbarfürsten säkularisiert worden und bestanden nur noch dem Namen nach. Zum Ende des Reichs lebte mit mehr als drei Millionen Einwohnern ein Achtel der Bevölkerung des Heiligen Römischen Reichs in geistlichen Territorien, flächenmäßig gehörte mit knapp 95.000 Quadratkilometern sogar ein Viertel des Reiches zur „<a href="Germania_Sacra" title="Germania Sacra">Germania Sacra</a>“. Besonders entlang des Rheins reihten sich zahlreiche geistliche Territorien, sodass man von der „<a href="Pfaffengasse_(Rhein)" title="Pfaffengasse (Rhein)">Pfaffengasse</a>“ von Chur bis Köln sprach.
</p>
<p>Die nichtfürstlichen, jedoch reichsständischen <a href="Reichspr%C3%A4lat" title="Reichsprälat">Reichsprälaten</a> waren im <a href="Reichstag_(Heiliges_R%C3%B6misches_Reich)" title="Reichstag (Heiliges Römisches Reich)">Reichstag</a> auf der geistlichen Bank vertreten, aber nur gemeinschaftlich in zwei Kollegien, die ihnen jeweils eine gemeinsame <a href="Kuriatstimme" title="Kuriatstimme">Kuriatstimme</a> gewährten: im <a href="Schw%C3%A4bische_Pr%C3%A4latenbank" title="Schwäbische Prälatenbank">Schwäbischen</a> und im <a href="Rheinisches_Reichspr%C3%A4latenkollegium" title="Rheinisches Reichsprälatenkollegium">Rheinischen Reichsprälatenkollegium</a>.
</p><p>Trotz des geflügelten Wortes <i>„Unterm Krummstab ist gut leben“</i> galten die geistlichen Staaten bereits in der Spätzeit ihres Bestehens als „Verkörperung der Rückständigkeit“.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> <a href="Andreas_Joseph_Schnaubert" title="Andreas Joseph Schnaubert">Andreas Joseph Schnaubert</a> beschrieb 1788 das grundsätzliche Dilemma geistlicher Regierungsgewalt: „Der Bischof soll die Hungrigen speisen, die Dürftigen unterstützen, und als Regent übt er, oft mit gewaltiger Hand, das Besteuerungsrecht auch wider solche aus, die sich und den ihrigen das Brod kümmerlich brechen müssen. Der Bischof soll seine Gemeinheiten visitiren, und der Fürst die Soldaten mustern; der Bischof soll auf dem Lehr- und im Beichtstuhl, der Fürst aber in den Regierungskollegien sitzen; der Bischof soll auf den Kirchenversammlungen, der Fürst aber auf den Reichstagen und im Felde erscheinen.“<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Anders als der Papst in seinem <a href="Kirchenstaat" title="Kirchenstaat">Kirchenstaat</a> hatten sie mit dem <a href="R%C3%B6misch-deutscher_Kaiser" title="Römisch-deutscher Kaiser">römisch-deutschen Kaiser</a> einen weltlichen Herrn über sich, der mit dem Kirchenoberhaupt bisweilen aneinandergeriet (wie im <a href="Investiturstreit" title="Investiturstreit">Investiturstreit</a>). Doch nicht nur hatten die geistlichen Reichsfürsten zwei Oberherren, sie mussten sich vielmehr auch in einem Machtgewirr zwischen dem Kaiser, den weltlichen Kurfürsten und Fürsten, den Fürstbischöfen untereinander, dem <a href="Stiftsadel" title="Stiftsadel">Stiftsadel</a>, der die <a href="Domkapitel" title="Domkapitel">Domkapitel</a> besetzte, von denen die Fürstbischöfe gewählt wurden, sowie der <a href="R%C3%B6mische_Kurie" title="Römische Kurie">römischen Kurie</a> und ausländischen Mächten zurechtfinden. Sie manövrierten darin wie alle Reichsfürsten, doch ergriffen sie zumeist die Partei der katholischen <a href="Habsburger" class="mw-redirect" title="Habsburger">Habsburger</a> auf dem Kaiserthron. Wenn sie dies nicht taten und sich mit den Feinden des Kaisers verbündeten, wie der Kölner Erzbischof und Kurfürst <a href="Gebhard_I._von_Waldburg" title="Gebhard I. von Waldburg">Gebhard von Waldburg</a> während der <a href="Reformation" title="Reformation">Reformation</a> oder der Trierer Erzbischof und Kurfürst <a href="Philipp_Christoph_von_S%C3%B6tern" title="Philipp Christoph von Sötern">Philipp Christoph von Sötern</a> während des <a href="Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg" title="Dreißigjähriger Krieg">Dreißigjährigen Krieges</a>, riskierten sie ihr Amt oder kamen gar hinter Gitter.
</p>
<p>Kritisiert wurden neben der vermeintlichen Rückständigkeit auch <a href="Simonie" title="Simonie">Simonie</a>, <a href="Nepotismus" class="mw-redirect" title="Nepotismus">Nepotismus</a> und Verschwendung durch prachtvolle und kostspielige <a href="Bischofsresidenz" title="Bischofsresidenz">Bischofsresidenzen</a> sowie aufwändige Hofhaltungen. Diese wurden aber meist ausgeglichen durch Zurückhaltung im Militärwesen. So schlugen sich die geringen Heeresausgaben<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> in einer vergleichsweise milden Besteuerung nieder und die Bewohner der geistlichen Staaten litten, dank der relativ pazifistischen Landesherrschaft, weniger unter Kriegen und ihren Folgen. Negativ wurde auch die Vernachlässigung von Handel und Gewerbe gesehen und die zahlreichen kirchlichen Feiertage (60 beispielsweise im Erzstift Mainz) verminderten die Wirtschaftsleistung zusätzlich. Positiv gesehen wurde hingegen die <a href="Barmherzigkeit" title="Barmherzigkeit">barmherzige</a> Fürsorge für Bettler, Arme und Kranke, während in protestantischen Ländern Armut oft als selbstverschuldetes Unglück behandelt wurde. Das daraus resultierende Einwandern von Armen in die geistlichen Staaten zehrte ebenfalls an deren Ressourcen.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Ende der geistlichen Staaten im Heiligen Römischen Reich kam 1803 mit dem <a href="Reichsdeputationshauptschluss" title="Reichsdeputationshauptschluss">Reichsdeputationshauptschluss</a>, der anschließenden <a href="Mediatisierung" title="Mediatisierung">Mediatisierung</a> ihrer Territorien sowie endgültig auf dem <a href="Wiener_Kongress" title="Wiener Kongress">Wiener Kongress</a> von 1814/15 mit der Schaffung neuer Staaten, unter denen keine geistlichen mehr waren.
</p><p>Der letzte bis heute tatsächlich amtierende Kirchenfürst ist der spanische <a href="Bistum_Urgell" title="Bistum Urgell">Bischof von Urgell</a>, der − gemeinsam mit dem <a href="Staatspr%C3%A4sident_(Frankreich)" title="Staatspräsident (Frankreich)">Staatspräsidenten von Frankreich</a> (als Rechtsnachfolger der <a href="Grafschaft_Foix" title="Grafschaft Foix">Grafen von Foix</a>) − in einer zeremoniellen <a href="Doppelherrschaft" title="Doppelherrschaft">Doppelherrschaft</a> einer der beiden <a href="Kof%C3%BCrst_von_Andorra" title="Kofürst von Andorra">Kofürsten von Andorra</a> − und somit Co-Staatsoberhaupt des souveränen Staates <a href="Andorra" title="Andorra">Andorra</a> − ist.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kardinäle"><span id="Kardin.C3.A4le"></span>Kardinäle</h3></div>
<p>Als <i>Kirchenfürsten</i> gelten darüber hinaus bis heute die <a href="Kardinal" title="Kardinal">Kardinäle</a>, die durch ihre Berechtigung zur <a href="Papst" title="Papst">Papstwahl</a> ebenfalls Regierungsfunktionen in einer <a href="Wahlmonarchie" title="Wahlmonarchie">Wahlmonarchie</a> (bis 1870 dem <a href="Kirchenstaat" title="Kirchenstaat">Kirchenstaat</a> und seit 1929 der <a href="Vatikanstadt" title="Vatikanstadt">Vatikanstadt</a>) sowie beim <a href="V%C3%B6lkerrechtssubjekt" title="Völkerrechtssubjekt">Völkerrechtssubjekt</a> des <a href="Heiliger_Stuhl" title="Heiliger Stuhl">Heiligen Stuhls</a> ausüben. Der Titel <i>Kardinal</i> wird daher wie ein Fürstentitel zwischen Vor- und Nachname geführt.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Gemäß der Erläuterung zum <i>geistlichen Fürstenstand</i> im <a href="Gothaischer_Hofkalender" title="Gothaischer Hofkalender">Gothaischen Hofkalender</a> bzw. im <a href="Genealogisches_Handbuch_des_Adels" title="Genealogisches Handbuch des Adels">Genealogischen Handbuch des Adels</a> sind die Kardinäle gemäß traditionellem höfischen <a href="Diplomatisches_Protokoll" title="Diplomatisches Protokoll">Protokoll</a> ranggleich mit (nicht regierenden) Prinzen aus regierendem Hause. In der Bezeichnung <i>Kirchenfürst</i> im weiteren Sinne, sprich nicht nur für Kardinäle, sondern auch für <a href="Bischof" title="Bischof">Bischöfe</a>,<sup id="cite_ref-Duden-Fürst_12-0" class="reference"><a href="#cite_note-Duden-Fürst-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> lebt noch heute die Vorstellung eines <a href="Adel" title="Adel">adeligen</a> Lebensstils und fürstlichen Auftretens hoher geistlicher Würdenträger fort.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Hoher_Adel" title="Hoher Adel">Hoher Adel</a> (Adelsgeschlechter zumindest fürstlichen Ranges)</li>
<li><a href="Liste_der_F%C3%BCrsten_im_Deutschen_Kaiserreich" title="Liste der Fürsten im Deutschen Kaiserreich">Liste der regierenden Fürsten im Deutschen Kaiserreich</a></li>
<li><a href="F%C3%BCrstentag" class="mw-disambig" title="Fürstentag">Fürstentage</a> (verschiedene Kongresse ab 1515)</li>
<li><a href="F%C3%BCrstenbund" class="mw-disambig" title="Fürstenbund">Fürstenbund</a> (verschiedene ab 1531)</li>
<li><a href="F%C3%BCrstenspiegel" title="Fürstenspiegel">Fürstenspiegel</a> (ermahnende und belehrende Schriften ab dem Mittelalter)</li>
<li><a href="F%C3%BCrstprimas" title="Fürstprimas">Fürstprimas</a> (Vorsitzender der Fürsten des Rheinbundes 1806–1813)</li>
<li><a href="F%C3%BCrstenenteignung" title="Fürstenenteignung">Fürstenenteignung</a> (Novemberrevolution 1918)</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Gregor_von_Rezzori" title="Gregor von Rezzori">Gregor von Rezzori</a>: <i>Idiotenführer durch die deutsche Gesellschaft.</i> 3. Auflage. Band 1: <i>Hochadel.</i> Rowohlt, Reinbek 1963.</li>
<li><a href="Hans-Werner_Goetz" title="Hans-Werner Goetz">Hans-Werner Goetz</a>, <a href="Herbert_Zielinski" title="Herbert Zielinski">Herbert Zielinski</a>: <cite style="font-style:italic">Fürst, Fürstentum</cite>. In: <cite style="font-style:italic"><a href="Lexikon_des_Mittelalters" title="Lexikon des Mittelalters">Lexikon des Mittelalters</a> <i>(LexMA)</i></cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>4</span>. Artemis & Winkler, München/Zürich 1989, ISBN 3-7608-8904-2, <span style="white-space:nowrap">Sp.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>1029–1035</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:F%C3%BCrst&rft.atitle=F%C3%BCrst%2C+F%C3%BCrstentum&rft.au=Hans-Werner+Goetz%2C+Herbert+Zielinski&rft.btitle=Lexikon+des+Mittelalters+%28LexMA%29&rft.date=1989&rft.genre=book&rft.isbn=3760889042&rft.place=M%C3%BCnchen%2FZ%C3%BCrich&rft.pub=Artemis+%26+Winkler&rft.volume=4" style="display:none"> </span></li>
<li><a href="J%C3%B6rg_Rogge" title="Jörg Rogge">Jörg Rogge</a> (Hrsg.): <i>Fürstin und Fürst: Familienbeziehungen und Handlungsmöglichkeiten von hochadeligen Frauen im Mittelalter</i> (= <i>Mittelalter-Forschungen.</i> Band 15). Thorbecke, Ostfildern 2004, ISBN 3-7995-4266-3 (Volltext: <a href="https://doi.org/10.11588/diglit.34729" class="extiw external" title="doi:10.11588/diglit.34729">doi:10.11588/diglit.34729</a>).</li>
<li>Gottfried Graf Finck von Finckenstein u. a. (Hrsg.): <i><a href="Genealogisches_Handbuch_des_Adels" title="Genealogisches Handbuch des Adels">Genealogisches Handbuch der fürstlichen Häuser</a>.</i> Band 133: <i>Fürstliche Häuser XVII.</i> Starke, Limburg 2004, ISBN 3-7980-0833-7.</li>
<li><a href="Frank-Lothar_Kroll" title="Frank-Lothar Kroll">Frank-Lothar Kroll</a>: <i>Fürsten ohne Thron. Schicksale deutscher Herrscherhäuser im 20. Jahrhundert</i>. BeBra Verlag, Berlin 2022, ISBN 978-3-8980-9203-6.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/F%C3%BCrst" class="extiw external" title="wikt:Fürst">Wiktionary: Fürst</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/F%C3%BCrstentum" class="extiw external" title="wikt:Fürstentum">Wiktionary: Fürstentum</a></b></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size skin-invert-image" typeof="mw:File"><span title="Wikiquote"></span></span></div><b><a href="https://de.wikiquote.org/wiki/F%C3%BCrst" class="extiw external" title="q:Fürst">Wikiquote: Fürst</a></b> – Zitate </div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=4155603-3">Literatur über den Adelstitel Fürst</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Bisweilen führen allerdings königliche Prinzen nominell Grafentitel, was ihren protokollarischen Rang als <i><a href="K%C3%B6nigliche_Hoheit" title="Königliche Hoheit">Königliche Hoheiten</a></i> jedoch unberührt lässt: <a href="Edward%2C_Duke_of_Edinburgh" title="Edward, Duke of Edinburgh">Edward, Earl of Wessex</a> (bis 2023), die <a href="Markgrafschaft_Baden" title="Markgrafschaft Baden">Markgrafen von Baden</a>, <a href="Liste_der_Markgrafen_von_Mei%C3%9Fen" title="Liste der Markgrafen von Meißen">Markgrafen von Meißen</a>, <a href="Landgraf" title="Landgraf">Landgrafen</a> von <a href="Haus_Hessen" title="Haus Hessen">Hessen</a> usw.</span>
</li>
<li id="cite_note-Schiller_2003-537-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Schiller_2003-537_2-0">↑</a></span> <span class="reference-text">
Eine Auflistung aller „<a href="Nobilitierung#Adelserhöhung" title="Nobilitierung">Fürstungen</a>“ von nicht-standesherrlichen Adeligen im Königreich Preußen seit 1803 findet sich bei René Schiller: <i>Vom Rittergut zum Großgrundbesitz: Ökonomische und soziale Transformationsprozesse der ländlichen Eliten in Brandenburg im 19. Jahrhundert.</i> Berlin 2003, S. 537.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Fachlexikon für das Standesamtswesen</i>, Verlag für Standesamtswesen, Frankfurt am Main 1987 (Siebte Auflage), ISBN 3-8019-5631-8. Eintrag unter dem Stichwort <i>Fürst</i>, S. 231</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.angelfire.com/realm/gotha/gotha/wrede.html">WREDE</a>: „The members of this family bear the title Prince/Princess von Wrede. In German, all members actually bear the title Fürst/Fürstin.“</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="S%C3%B6nke_Lorenz" title="Sönke Lorenz">Sönke Lorenz</a>, <a href="Dieter_Mertens_(Historiker)" title="Dieter Mertens (Historiker)">Dieter Mertens</a> und <a href="Volker_Press" title="Volker Press">Volker Press</a> (Hrsg.): <i>Das Haus Württemberg. Ein biographisches Lexikon.</i> Kohlhammer, Stuttgart 1997, ISBN 3-17-013605-4, S. 390–398</span>
</li>
<li id="cite_note-cw-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-cw_6-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.computerwoche.de/a/deutschlands-oberste-dv-frau-fuerstin-von-urach-gestorben,1147537">Deutschlands oberste DV-Frau Fürstin von Urach gestorben</a>, computerwoche.de, 14. September 1990</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter Hersche: <i>Intendierte Rückständigkeit. Zur Charakteristik des geistlichen Staates im Alten Reich</i>, in: Georg Schmidt (Hrsg.): <i>Stände und Gesellschaft im Alten Reich</i>, Stuttgart 1989, S. 134.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Andreas_Joseph_Schnaubert" title="Andreas Joseph Schnaubert">Andreas Joseph Schnaubert</a>: <i>Ueber des Freyherrn von Mosers Vorschläge zur Verbesserung der geistlichen Staaten in Teutschland.</i> Jena 1788. (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb10561237?page=4">Online</a>)</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter Hersche: <i>Intendierte Rückständigkeit</i>, S. 136 f.: Das Heer des <a href="Hochstift_M%C3%BCnster" title="Hochstift Münster">Hochstifts Münster</a>, eines der größten geistlichen Territorien, umfasste zu Friedenszeiten eine Truppe von 1000 Mann. Dies entsprach einem drittel Prozent der gesamten Bevölkerung und steht im krassen Gegensatz zu den drei bis vier Prozent der Bevölkerung in der <a href="Preu%C3%9Fische_Armee" title="Preußische Armee">Preußischen Armee</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter Hersche: <i>Intendierte Rückständigkeit</i>, S. 143.</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">In den vom Vatikanstaat ausgegebenen Pässen lautet der offizielle Titel <i>S.R.E. (Sanctae Romanae Ecclesiae) cardinalis</i> = Kardinal der Heiligen Römischen Kirche, mit der Anrede <a href="Eminenz" title="Eminenz">Eminenz</a> <i>(abgekürzt S.E. = Seine Eminenz)</i></span>
</li>
<li id="cite_note-Duden-Fürst-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Duden-Fürst_12-0">↑</a></span> <span class="reference-text">
<a href="Duden#Duden_online" title="Duden">Duden online</a>: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Kirchenfuerst"><i>Kirchenfürst.</i></a> Abgerufen am 26. September 2019; Zitat: „Kirchenfürst, der […] Bedeutung: hoher geistlicher Würdenträger (besonders Bischof, Erzbischof, Kardinal)“.</span>
</li>
</ol></div>
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Normdaten (Sachbegriff): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/4155603-3">4155603-3</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/sh85072413">sh85072413</a></span> </div>
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